Angewandte technische Entwicklung

Dreistufiger Engineering-Prozess: Anforderungsanalyse, Systementwicklung und technische Umsetzung

Scherer Engineering bearbeitet anwendungsbezogene Entwicklungsaufgaben im Maschinen- und Anlagenbau, wenn Standardkomponenten oder bestehende Prozesslösungen die technischen Anforderungen nicht ausreichend erfüllen.

Schwerpunkte sind:

  • Prototypen und Funktionsmuster
  • mechanische und strömungstechnische Optimierung
  • Modernisierung und Re-Engineering bestehender Anlagen
  • Entwicklung von Aggregaten und Prozessmodulen
  • Versuchsbetrieb, Messung und Validierung

Die Bearbeitung verbindet Konstruktion, 3D-Laserscanning, digitale Modellierung und praktische Versuchsdurchführung.

Aufgabenstellung und Abgrenzung

Die Seite beschreibt angewandte technische Entwicklung. Sie umfasst die systematische Bearbeitung konkreter Maschinen-, Anlagen- und Prozessaufgaben und ist von institutioneller Grundlagenforschung abzugrenzen.

Typische Ausgangslagen sind:

  • fehlende oder ungeeignete Standardlösungen
  • unzureichend bekanntes Material- oder Strömungsverhalten
  • instabile oder nicht ausreichend beherrschte Prozesse
  • erforderliche Anpassungen an bestehende Anlagen und begrenzte Bauräume
  • technische Unsicherheiten, die durch Prototypen oder Versuche zu reduzieren sind

Entwicklungsleistungen

  • Sondermaschinen und anwendungsspezifische Prozessmodule
  • mechanische Komponenten für hohe oder wechselnde Belastungen
  • strömungsführende Bauteile für Leichtstoffe und Faserströme
  • Versuchsanlagen, Funktionsmuster und Testmodule
  • Materialrouten und Prozessketten
  • Übergabe-, Zerkleinerungs- und Förderlösungen
  • Variantenvergleiche und konstruktive Optimierungen

Vorgehensmodell

1. Technische Analyse

Aufgabenstellung, Randbedingungen, Bestandsdaten und technische Unsicherheiten werden erfasst und bewertet.

2. Varianten- und Konzeptentwicklung

Alternative Lösungswege werden entwickelt und anhand technischer sowie wirtschaftlicher Kriterien verglichen.

3. Konstruktion und Auslegung

Geometrien, Baugruppen, Mechaniken und strömungsführende Bauteile werden in HiCAD und HELiOS ausgearbeitet.

4. Prototypen und Versuchseinheiten

Erforderliche Funktionen werden anhand von Prototypen, Funktionsmustern oder Versuchseinheiten praktisch untersucht.

5. Messung und Bewertung

Relevante Parameter wie Kräfte, Durchsatz, Strömung, Temperatur oder Materialverhalten werden erfasst und ausgewertet.

6. Iteration und Validierung

Die Ergebnisse fließen in die konstruktive Anpassung und technische Absicherung der ausgewählten Lösung ein.

Typische Einsatzfälle

  • Entwicklung eines nicht verfügbaren Aggregats oder Prozessmoduls
  • Überführung eines theoretischen Ansatzes in eine praktisch prüfbare Lösung
  • Stabilisierung von Prozessen mit wechselnden Materialeigenschaften
  • technische Anpassung oder Modernisierung bestehender Anlagen
  • Entwicklung und Erprobung von Prototypen oder Versuchssystemen

Technische Schwerpunkte

  • mechanische Konstruktion und fertigungsgerechte Ausarbeitung
  • Material-, Faser- und Strömungstechnik
  • kurze Iterationen zwischen Konstruktion, Versuch und Anpassung
  • Integration in bestehende Industrieanlagen
  • Bearbeitung unter begrenzten räumlichen und betrieblichen Randbedingungen
  • strukturierte und reproduzierbare Projektdokumentation

Dokumentation und Engineering-Standard

Die Entwicklungsarbeit wird projektbezogen und nachvollziehbar dokumentiert. Der Umfang kann insbesondere enthalten:

  • versionierte CAD-Modelle und Zeichnungen
  • Varianten- und Entscheidungsstände
  • Stücklisten und technische Dokumente im HELiOS-PDM-System
  • Versuchs- und Messprotokolle
  • Bild- und Videodokumentation
  • technische Analysen, Beobachtungen und Parameterreihen

Damit bleiben Entwicklungsstände prüfbar und für weitere Projektphasen nutzbar.

Ergebnis und Nutzen

Ziel der Entwicklungsarbeit ist eine technisch bewertete und dokumentierte Lösung, deren Funktion und Randbedingungen anhand von Berechnungen, Konstruktionen, Messungen oder Versuchen nachvollzogen werden können.

Der erreichte Reifegrad wird projektspezifisch festgelegt – vom Konzept und Funktionsmuster bis zum industriell einsetzbaren Modul.